Recorder & Bass

Recorder & Bass – Gegensätze ziehen sich an

Bereits während ihres Studiums an der Kölner Musikhochschule lernten sich Nadja Schubert und Sascha Delbrouck kennen. Seither beschäftigen sie sich intensiv mit der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten für ihre Instrumente. In diesem Zusammenhang gründeten sie 1996 das Duo recorder & bass. Mit einer Mischung aus Jazzstandards, Volkslied-bearbeitungen und Eigenkompositionen präsentierte sich das Ensemble bereits auf zahlreichen Festivals (bspw. Bachfest Leipzig, Leverkusener Jazztage, Philharmonische Nacht Köln, Nachwuchsfestival des WDR-Fernsehen) und sorgte in Fachkreisen für Aufsehen.

Songs Unsung – as yet unsung, but nonetheless worth listening to.

Auf seinem zweiten Album präsentiert das Duo recorder & bass songorientierte Eigenkompositionen, die einzigartige Hörerlebnisse versprechen. Schon die Besetzung ist außergewöhnlich: Blockflöte und Kontrabass – ein Gegensatzpaar voller Spannungen, aber stets im harmonischen Zusammenspiel, das Raum für Improvisationen lässt. Wieselflinkes Flötenspiel wird von legeren Basslinien unterstützt. Klangvolle Balladen wechseln sich mit locker-leichten Arrangements ab.

Musicians

Nadja Schubert (Recorder) is a musical exception. She studied at the Musikhochschule in Cologne. Since, she has travelled worldwide as a classical soloist and jazz musician. Her bands “Recorder & Bass” (with Sascha Delbrouck) and “Nadja Schubert Quartett” play a mixture of jazz standards, arrangements of folk songs and their own compositions. Nadja Schubert is a respected music educator, she is the director of the music school she founded in Cologne.

Sascha Delbrouck (Bass) started playing double bass and electric bass at the age of 15. Later on, he studied classical double bass as well as jazz and popular music at the Folkwang-Hochschule in Essen and at the Musikhochschule in Cologne. He was a member of the German Federal Jazz Orchestra (direction: Peter Herbolzheimer). Sascha Delbrouck is a composer (among others of songs on “Back On the Block”), has released several of his own albums and is in demand across Europe as a studio and concert musician (Christopher Cross, Major Heuser etc.).

Press

Was die […] Nürnbergerin auf ihrem Flöteninstrumentarium zelebrierte, waren unbeschreiblich nuancenreiche Tonbilder voller Poesie, Leidenschaft und Temperament.

Sächsische Zeitung

Nadja Schubert kann, was Blockflötisten so können müssen. Sie spielt auf einem ganzen Sammelsurium an Instrumenten mit Flötentechniken, die den Laien staunen lassen. Zunge, Stimme und schlicht Luft haben da ein Wörtchen mitzureden – und doch setzt die gebürtige Nürnbergerin nicht auf Effekt sondern auf die Musik. Begleitet vom wunderbar agierenden Bassisten Sascha Delbrouck spielte sie wunderschöne Songs, viele Balladen auf vielen Flöten.

Heidenheimer Neue Presse

In dulci jubilo” sang das Publikum im Arithmeum. “In flauto jubilo” wäre auch nicht schlecht gewesen. Denn “unseres Herzens Wonne” waren in den zwei Stunden zuvor die Blockflöten gewesen, gespielt von der Ausnahmekünstlerin Nadja Schubert. Mit dem weihnachtlich angehauchten Programm “Swingende Blockflöte” gastierte sie in der Reihe “concerto discreto”, die die Deutsche Welle im Arithmeum präsentiert…
Dabei schlug Schubert, eine Schülerin von Günter Höller, die Brücke zwischen klassischem Blockflötenspiel und Jazz. In “Der Fluyten Lust-Hof” des Renaissance-Meisters Jacob van Eyck führte das erste Stück des Abends mit dem Titel “Boffons”. Nadja Schubert verwandelte dabei ihre winzige Flöte in einen kleinen Derwisch, der mit atemberaubender Sicherheit durch die Welt quirliger Passagen turnte.
Nadja Schuberts Spiel ist von einer bewundernswerten Leichtigkeit und Präzision. Und wie klug sie phrasieren kann, hörte man zum Beispiel in Francesco Rognonis Diminutionen über Palestrinas “Vestiva i colli”. Winzige Temponuancen und kleine, gliedernde Zäsuren machten aus perlendem Laufwerk ornamentale Gestalten. Dass Willi Kronenberg mehr war als nur Continuopartner an der Orgel, zeigte er (am Cembalo) eindrucksvoll in “Pavane und Galliarde” von Peter Philips. Und mit der Cellistin Evelyn Buyken lieferte sich Schubert in Arcangelo Corellis Variationen über “La Follia” spannende Dialoge.
Der zweite Teil des Abends gehörte dem Jazz und – neuen Mitspielern. Und einige Werke des ersten Teils feierten ihre Wiedergeburt aus dem Geiste der Improvisation. Genannte “Follia” etwa, in der Nadja Schubert, getragen vom dezenten Background aus Klavier (Martin Sasse) und Kontrabass (Sascha Delbrouck), ihre Flöte swingen ließ, wehmütige Seufzer einstreute, und mit einem Feuerwerk an Improvisationsideen verblüffte.
Auch dem Choral “Wie schön leucht uns der Morgenstern” oder Musik von Vivaldi stand das Jazzkleid gut. Zum Schluss standen alle Mitwirkenden noch einmal auf der Bühne, symbolisierten den Händedruck zwischen Klassik und Jazz. Und Gemeindegesang der etwas anderen Art, siehe oben, beendete den Abend.

General Anzeiger Bonn (Mathias Nofze)

Vor allem die Vermischung der sich ähnelnden Klangfarben der beiden Instrumente sorgt stets für Überraschung, wobei der durch die Besetzung entstehende Freiraum mit verfremdeten Klängen und leichtgängigen Improvisationen gefüllt wird.

Jazzthing (Martin Laurentius)